­čÉż Wanderwolfs Reise Blog

Kategorie: Segeln

Elba+ 2021

Tag 9 – Salivoli

Die letzten 25 Seemeilen bis Salivoli liegen vor uns. Da wir aber erst am n├Ąchsten Morgen unsere „Surprise“ ├╝bergeben, bleibt noch Zeit f├╝r einen kurzen Badestopp am Capo della Vita. Eine h├╝bsche kleine Surfer-Bucht an der n├Ârdlichsten Spitze Elbas.

Nach fast 300 Seemeilen rund Elba, Korsika einmal l├Ąngs und Sardinien sanft touchiert machen wir am Abend im Heimathafen der „Surprise“ fest. Peter zaubert uns mit seiner ber├╝hmten „Peter-Pide“ ein schmackhaftes Abendessen. Und dann geht’s auch schon ans packen, denn am n├Ąchsten Morgen wollen wir um zehn von Bord sein und den m├╝hsamen Heimweg antreten.

Tag 8+9 – Marciana

Ungef├Ąhr 45 Seemeilen bis Marciana. Bei dieser Wettervorhersage nicht die schlechteste Idee Fr├╝h los fahren, hei├čt Fr├╝h ankommen um das Hafenman├Âver nicht bei zu starkem Wind fahren zu m├╝ssen. Die Marina Marciana ist bekannt f├╝r ihre starken Fallwinde wenn’s von S├╝den bl├Ą├čt … und das tut es schon den ganzen Tag. Und es soll auch am n├Ąchsten Tag noch so bleiben. Da liegen wir hier noch am besten.

Bleibt Zeit f├╝r einen Ausflug ins Hinterland zum ├Ąltesten Ort der Insel, dem Bergdorf Marciana Alta. Bereits 35 vor Christus siedelten hier die R├Âmer.

Am Abend gehen wir nochmal schick italienisch Essen. Direkt am Marktplatz ergattern wir einen der wenigen freien Tische, denn bereits heute sind die ersten Charter Crews mit ihren Yachten vom Festland nach Elba gekommen und beleben die Innenstadt.

Den Liegetag nutzen wir f├╝r Spazierg├Ąnge, Chillen … und keine Ahnung was noch alles … viel wars nicht ­čśë

Tag 7 – Camporolo

Heute beginnt der Tag sehr fr├╝h f├╝r uns. Ohne ein bestimmtes Ziel wollen wir soweit n├Ârdlich wie m├Âglich an der K├╝ste Korsikas kommen. Die Mutigsten schwimmen noch im Dunkeln einmal ums Boot, in der Hoffnung das die gro├čen Fische noch schlafen. F├╝r den Tag ist kr├Ąftiger Wind aus s├╝dlichen Richtungen vorhergesagt, und tats├Ąchlich schafft unsere Dufour 425 stattliche 66 Seemeilen, allerdings schaffen wir es nicht mehr bei Tageslicht in den Hafen von Camporolo. Beim Anlegeman├Âver springen Fische zur Begr├╝├čung auf den Steg und einem anderen Skipper sogar direkt ins Gesicht. Der war so ├╝berrascht von diesem „Angriff“, das er sein Man├Âver abbrechen musste.

Die sp├Ąte Stunde und das geplante fr├╝he Aufstehen am n├Ąchsten Tag, halten uns aber nicht davon ab, den Tag mit einer Flasche Wein ausklingen zu lassen.

Tag 6 – La Maddalena

Unser Vorhaben die Stra├če von Bonifacio zu befahren und den gleichnamigen Hafen anzulaufen, m├╝ssen wir auf ein anderes Mal verschieben, da am darauffolgenden Tag recht kr├Ąftiger Ostwind angesagt ist. W├╝rde bedeuten durch diese D├╝se kreuzen zu m├╝ssen … das lassen wir lieber und entscheiden uns f├╝r eine kleine Ankerbucht mitten im Maddalena Archipel.

Also keine 30 Seemeilen vor uns, bleibt nach dem einfahren des Ankers noch Zeit zum Schnorcheln und zumindest mal den Fu├č auf Sardisches Festland setzen. Neben uns liegen noch zwei weitere Yachten an diesem traumhaften Platz.

Tag 4+5 – Porto Vecchio

Auch wenn heute gut 80 Seemeilen bis Porto Vecchio vor uns liegen, gibt es keinen Grund zu eilen, wir haben den ganzen Tag und auch die ganze Nacht Zeit daf├╝r. Die ersten Meilen bis kurz vor Monte Christo schiebt uns der Diesel, dann aber lebt der Wind auf und wir kommen fast zu schnell voran. Da keiner von uns die Fahrrinne am Zielhafen kennt, wollen wir vermeiden im Dunkeln dort einzulaufen. Nach unseren Berechnungen m├╝sste es aber gerade eben zum Tagesanbruch passen. Nat├╝rlich waren wir dann doch vor Sonnenaufgang am Ziel, also Segel wegnehmen und au├čerhalb der Fahrrinne auf Tageslicht warten.

Die Crew ist von der Nacht noch ein bisschen platt, nicht jeder mag diese Nachtwachen. Also gibt’s ein kleines Fr├╝hst├╝ck nach dem Festmachen und dann noch eine M├╝tze Schlaf.

Am Nachmittag ist Zeit f├╝r Erkundungen in Porto Vecchio und Proviant bunkern. Unseren ersten Abend auf Korsika genie├čen wir gemeinsam in einem kleinen Restaurant mit Blick zum Yachthafen und lauschen dabei den Stra├čenmusikern.

Tag 3 – Fetovaia

Wir erwarten erst morgen g├╝nstigen Wind f├╝r die ├ťberfahrt nach Sardinien, aber heute passt es einfach noch nicht. Zeit f├╝r unsere erste Nacht vor Anker an Elba’s S├╝dk├╝ste. Nat├╝rlich sind wir nicht alleine in der Bucht von Fetovaia, und doch ist es immer wieder nett anzusehen wie die Besatzungen der ankernden Yachten Neuank├Âmmlinge begr├╝ssen. Die einen winken und freuen sich ├╝ber neue Nachbarn, w├Ąhrend andere aufgeregt an Deck herumh├╝pfen aus Angst um ihre Ankerkette.

Auch wenn es bis in die sp├Ąten Abendstunden st├Ąrker und s├╝dlicher als erwartet in die Ankerbucht bl├Ąst, beruhigt sich die See dann doch am Abend und wir haben eine ruhige Nacht und eine fantastischen Sonnenaufgang am n├Ąchsten Morgen

Tag 2 – Porto Azzuro

Der erste Schlag f├╝hrt uns 25 sm gegenan nach Porto Azzuro. Perfekt zum kennenlernen der Segeleigenschaften unserer Yacht. L├Ąuft gut ­čśë sodass am Abend noch Zeit f├╝r einen Spaziergang rund um die Festung bleibt.

Tag 1 – Salivoli

Auch die Anreise ist diesmal anders. Wir starten nicht fr├╝h am Morgen sondern am Vorabend, ca. 800 Anreise-km liegen vor uns. In den fr├╝hen Morgenstunden, ungef├Ąhr die H├Ąlfte der Strecke ist geschafft, g├Ânnen wir uns ein kleines Nickerchen im Auto. Ein leckeres italienisches Fr├╝hst├╝ck bei Piacenza gibt uns Energie f├╝r den Rest der Strecke. Gegen Mittag erreichen wir Salivoli, fit und ausgeruht.

Vor Ort gehts dann gleich zum Charterb├╝ro, in der Hoffnung das wir unsere Yacht etwas eher ├╝bernehmen k├Ânnen. Gl├╝cklicherweise ist Guido am Telefon erreichbar und noch ehe die gesamte Crew vor Ort ist, k├Ânnen wir mit der ├ťbernahme beginnen.

Kleinere Problemchen am Boot verhindern jedoch ein Auslaufen noch am selben Tag, also machen wir uns einen gem├╝tlichen Abend an Bord und nach einem gr├╝ndlichen Wetterstudium besprechen wir die n├Ąchsten Tage.

Vor dem T├Ârn II

Eines ist aber anders. Corona. Noch nie war eine T├Ârnplanung so von Formularen und Regelungen und Unsicherheiten gepr├Ągt wie in diesem Jahr.

Wann darf ich mit welchen Voraussetzungen wohin reisen und wie komme ich zur├╝ck? Formulare, Best├Ątigungen, Erkl├Ąrungen … und das in einem freien Europa ­čÖł­čÖë­čÖŐ

Vor dem T├Ârn

Eine der spannendsten Dinge vor dem T├Ârn ist Karten- und Revierstudium. Hierbei sind ein guter Revierf├╝hrer sowie eine digitale Seekarte hilfreich.

Unsere Yacht „Surprise“ hat einen Axiom7 Plotter an Bord, somit sollten alle daheim vorbereiteten Wegpunkte leicht zu ├╝bertragen sein. Mein Rugged Tablet habe ich nat├╝rlich trotzdem dabei.

Eine m├Âgliche Route f├╝r 10 Tage seht ihr hier. Allerdings scheinen 300sm f├╝r einen Urlaubst├Ârn recht viel, wir werden sehen wohin und wieweit uns der Wind tats├Ąchlich tr├Ągt.

750 Seemeilen Nordsee

Vor kurzem erst habe ich Bernd und Karin kennengelernt. Die beiden Segler und Eigner einer Janeau Sun Odyssee 42 bereiten derzeit ihre Weltumsegelung vor.

Direkt beim ersten Kennenlernen war die Idee geboren, den Weg von der Ostsee bis ins Mittelmeer gemeinsam zu segeln, denn bis heute lag die Yacht in der N├Ąhe von L├╝beck. Leider reicht mein Urlaub nicht f├╝r die gesamte Strecke.

Mit diesem Blog m├Âchte ich euch mitnehmen und jeden Tag ein paar Eindr├╝cke von unserer Zeit an Bord der Toujours Belle mit euch teilen.

Tag 14 Abheuern in Roscoff

Nach 750 Seemeilen endet f├╝r mich und Daniel der T├Ârn hier in Roscoff. Zwei neue Crewmitglieder sind auf dem Weg und werden heute Abend anheuern. Zwei Uhr Nachts mit dem ablaufenden Wasser segelt die Toujours Belle dann weiter in Richtung Mittelmeer.

Gute Fahrt und allzeit eine Handbreit Wasser unterm Kiel.

Tag 12-13 Zwischen den Kanalinseln

Da wir trotz der zwei Liegetage viel zu fr├╝h dran sind, segeln wir noch ein bisschen weiter. Entlang der britischen Kanalinseln Anderney und Guernsay.

Mit dem Hochwasser gegen Mittag verlassen wir Cherbourg um den durch den Tidenhub entstehenden Strom von achtern zu nutzen.

Blauer Himmel und leichter Wind mit 4Bft bringen uns gem├Ąchlich voran. Ein entspannter Tag auf See und eine ruhige Nacht, nur unterbrochen von der 2 Stunden dauernden Wache.

Am Sonntag Morgen erreichen wir den Seglerhafen in Roscoff. Ein Tag zum ausspannen um dann morgen unsere Toujours Belle f├╝r die zweite Crew auf Hochglanz zu bringen.

Mein T├Ârn endet leider hier … ich muss unbedingt mit meinem Arbeitgeber ├╝ber mehr Urlaub sprechen ­čśü

Tag 9-11 Strasse von Dover

Nonstop von Amsterdam nach Cherbourg. ├ťber 300sm in 3 Tagen und zwei N├Ąchten. Vorbei an Rotterdam, den weissen Clippen von Dover, Calais, immer entlang des TSS bis zum Feuerschiff am Greenwich Meridian, dann wieder Richtung franz├Âsisches Festland bis nach Cherbourg.

Einige Fischer, Segler und Frachtschiffe die unseren Kurs begleiten, im Vergleich zu dem Trubel rund um Amsterdam aber eher ruhig.

Nach einer ersten verregneten Nacht war die Crew ein bisschen down, frisch gekochtes aus der Bordk├╝che brachte uns durch den zweiten Tag. Die darauffolgende Nacht sternenklar, das Meer glitzerte vom Mondschein beleuchtet und der Wind trug uns bis in die Morgenstunden bis nach Cherbourg.

Tag 8 Liegetag in Amsterdam

Ein Tag zum Entspannen, lesen, n├Ąchstes Segelrevier erkunden, Geocachen … F├╝r einen Stadtbummel war mir zuviel los.

Tag 7 ├ťbers IJsselmeer nach Amsterdam

Mit der Br├╝cken├Âffnung um 0825 sind wir in Richtung Amsterdam ausgelaufen. Mit 2,20m Tiefgang immer sch├Ân der Betonnung folgend, sicher ist sicher ­čśë Segel setzen und mit achterlicher Wind durchs IJsselmeer pfl├╝gen, ein Traum ­čą░ kaum Welle und 60 Seemeilen vor uns.

Ziel ist, den Seglerhafen „Sixhaven“ in Amsterdam noch vor Sonnenuntergang zu erreichen. Eine Schleuse und eine Klappbr├╝cke liegen zwischen dem Binnenmeer und der Nordsee.

Da wir gut im Zeitplan liegen werden wir einen Tag in Amsterdam ­čśü verbringen auch um ein bisschen zu verschnaufen, die letzten Tage und N├Ąchte waren dann doch anstrengend.

Tag 5+6 Brunsb├╝ttel-Harlingen

Nach den 53sm Nord Ostsee Kanal endlich wieder freies Fahrwasser ­čĹŹ und ungef├Ąhr 185sm f├╝r den heutigen Schlag. Vorhergesagt waren zumindest am Nachmittag f├╝r uns g├╝nstige wenn auch schwache Winde.

Tats├Ąchlich sind wir dann doch wieder einige Stunden unter Motor gefahren. Erst am fr├╝hen Morgen bringt uns achterlicher Wind und der Gennaker mit seinen 110m┬▓ buntem Tuch voran.

Noch bei Tageslicht passieren wir die nicht ganz einfache Ansteuerung das Harlinger Hafens und liegen nun gut verteut an einer MY.

Tag 4 NOK Kiel-Brunsb├╝ttel

Ein eher wenig spektakul├Ąrer Tag, dennoch kann so eine „Flusskreuzfahrt“ was f├╝r sich haben.

Gleich morgens um acht waren wir beim ersten Schleusenvorgang mit dabei. Alles lief ruhig und eher unspektakul├Ąr bei 30cm Hub. Vor uns lagen nun 50sm unter Maschine, denn wieder kam der Wind direkt auf die Nase, also war an Segelunterst├╝tzung nicht zu denken. Auf dem Weg eine Menge Signale, Autof├Ąhren, andere SY und nat├╝rlich die Berufsschifffahrt.

Nach diesem aufregenden Tag ­čśë haben wir einen Platz direkt am Schleusentor.

Tag 3 Fehmarn-Kiel

Ein Tag an dem wir segeln konnten ist ein guter Tag. Auch wenn wir wegen Schie├č├╝bungen einen Umweg vom 10sm nehmen mussten. Jetzt liegen wir direkt vor der Schleuse des NOK, haben lecker gegessen und freuen uns auf morgen ­čśë

Tag 2 Yachthafen Burgtiefe

Noch keine 20 Seemeilen und schon der erste Tag Stillliegen. Das ablaufende Tief ├╝ber S├╝dschweden beschert uns st├╝rmischen Wind aus West … und genau da wollen wir hin. Ob unter Segel oder Motor w├Ąre das eine Tortour f├╝r Mensch und Material.

Also abwarten und Tee, Kaffee oder auch ein Bier trinken ­čśë Ein Spaziergang in den Ort Burg am Mittag, unz├Ąhlige Schwalben beim Spiel mit dem Wind beobachten und Geocachen am Nachmittag l├Ąsst diesen Tag auch vergehen.

Morgen soll der Wind nachlassen und am Donnerstag auch die Richtung ├Ąndern. Mal sehen ob Rasmus das auch so sieht.

Tag 1 Neustadt-Burg (Fehmarn)

Nach 7,5h Zugfahrt endlich in L├╝beck angekommen, hat es keine 2h gedauert bis wir mit der segelfertigen Toujours Belle in die Ostsee stechen konnten.

F├╝r heute und morgen ist noch ne steife Brise vorhergesagt, also erk├Ąmpfen wir uns die ersten Seemeilen erst mit achterlichem Wind und dann direkt gegenan.

Bei einer deftigen Brotzeit sind dann die Pl├Ąne f├╝r morgen entstanden. Also heute recht fr├╝h in die Koje, den kurz nach f├╝nf geht’s morgen schon weiter.

Absegeln Bodensee 2020

Anstelle des f├╝r diesen Zeitpunkt geplanten Mittelmeert├Ârns Elba-Korsika-Sardinien, war mal wieder das Bodensee Revier angesagt. Als Zuhause f├╝r 4 Tage diente eine Focus 750, Performance Cruiser Mini-Family-Yacht. Ein h├╝bsches, leichtes und damit sportliches Boot mit 31qm Segelfl├Ąche, wohnlichem und hellem Innenraum, viel Platz in der Bugkoje und im Cockpit, daf├╝r umso weniger in der Pantry/Salon. Hier musste ich mit 1,70m st├Ąndig den Kopf einziehen.

Ein-Hand nicht ganz un-umst├Ąndlich zu Segeln, die Pinne war nicht zum feststellen und die Winschen und Klemmen vorne auf dem Kaj├╝tdach statt im Cockpit.

Mit einem behelfsm├Ą├čigen „Autopiloten“ der zumindest bei stetem Wind den Kurs halten konnte, waren die H├Ąnde frei f├╝r den Feintrimm der Segel, nicht ganz unwichtig bei 1-2 Windst├Ąrken und es war sogar ein Rundgang auf dem Deck m├Âglich ;). Zum Trimmen das Vorsegels gibt es Schienen und f├╝r das Grosssegel einen Traveller der in der Plicht verl├Ąuft und gleichzeitig den Crew- vom Steuermann Bereich abgrenzt.

Absegeln f├╝r Seeb├Ąren 2019

Willkommen zum Seeb├Ąren Blog, Der Zweite.

Nach dem T├Ârn ist vor dem T├Ârn. Die Chartersaison neigt sich dem Ende zu und wieder einmal will die MOLA Flotte ins Winterquartier bewegt werden. 3 Tage und ca. 180sm liegen vor uns.

Die Reise begann bereits gestern, entspannt geht es nach einer ├ťbernachtung in Hannover weiter ├╝ber Hamburg nach Flensburg.

Lasst euch mit mir ├╝berraschen was f├╝r ein Boot wir nach R├╝gen ├╝berf├╝hren werden. In vier Stunden werden wir es wissen.

Tag 1 – Von Flensburg nach Svendborg

Mit Schwung durch die Kieler F├Ârde, selbst im 3.Reff zu viel Tuch, auch die Maschine kam kaum gegen Wind und Welle an. Weiter nach Norden durch den Kleinen Belt, dann um die N Spitze von ├ćr├Ş in den Svendborg Sund. Unser Ziel der Yachthafen von Svendborg war dann gegen halb zehn erreicht. 55,4sm, 8,5h Fahrtdauer, Wind aus SW, 25-35kn G 45kn

Tag 2 – Von Svendborg nach Stubbek├Âpping

Ein Schlag von 68sm unter teils widrigen Wetterbedingungen mit achterlicher Welle von ├╝ber 2m, hat uns und unserer kleinen 33fuss Bavaria, Kraft gekostet. Wir sind ziemlich ersch├Âpft aber gl├╝cklich und sie hat kein Vorsegel mehr. Da hat sich wohl im Top das Fall verabschiedet, was wir leider bei dem Wetter nicht reparieren konnten.

Unser Route f├╝hrte uns aus dem Svendborg Sund nach S├╝den, dann nach Norden um Langeland durch das Fahrwasser des Grossen Belt nach W ins Sm├ąlands Fahrwasser. Spannend war dann noch einmal die Nachtansteuerung durch die grossen Br├╝cken im Storstr├Şm nach Stubbek├Şbing.

Die Nacht lagen wir sicher vert├Ąut im Yachthafen, morgen erwartet uns nochmal ein langer Schlag nach Breege.

Tag 3 – Stubbek├Şbing nach Breege

Nachdem unser Fockfall am Morgen nicht zu reparieren und der Wind achterlich eher mit 2 anstatt n├Âtigen 5 einfiel, sind wir unter Motor durchs Fahrwasser Richtung S├╝den und dann weiter Richtung Osten zur Startlinie n├Ârdlich Windpark Baltic I gefahren.

Nachdem die Fock manuell am Spiefall gesetzt war, gings dann im „Regattamodus“ mit Kurs zur Nordspitze der Insel Hiddensee.

Anfangs Schwachwind mit durchziehende Regenfronten mit Starkwind zwangen uns dann doch die Segel zu bergen und die Regatta abzubrechen … schade f├╝r uns, denn viele andere Teilnehmer gingen auch aus dem Rennen.

Highlight ist die Nachtansteuerung in den Breeger Boden. Anfangs befeuerte Tonnen dann ohne in einem gerade mal 20m breiten Fahrwasser.

Gegen halb zehn l├Ąngs an der Tankstelle und dann in der Box festmachen. Alle waren geschafft und hungrig. Ein super Tag f├╝r uns und das Boot, die DEIDRE.

Morgen bissi l├Ąnger schlafen, das Boot an Mola ├╝ber geben und dann gehts wieder nach Hause.

Bis zum Ansegeln im Fr├╝hjahr 2020.

T├Ârn Kroatien 2019

T├Ârnplanung

Zeitraum: Anfang Oktober
Revier: Istrien-Adria-Kornaten

Nach nun bereits vier einw├Âchigen Chartert├Ârns, hat sich der Wunsch nach einem l├Ąngeren T├Ârn entlang der kroatischen K├╝ste manifestiert. Die Idee ist, in zwei Wochen so viele Seemeilen wie m├Âglich zu machen, ohne dass der T├Ârn zum Stress wird. Also Urlaub auf dem Wasser steht immer noch ganz oben.

Die Herausforderung besteht hier sicherlich in der T├Ârnplanung, mit wechselnden Wetter- und Windverh├Ąltnisse sowie die Notwendigkeit auch bei Nacht zu segeln. Wenn es die Sicherheit zul├Ąsst, w├Ąre es auch denkbar -wie bei einer Regatta- soweit m├Âglich, auf den Motor zu verzichten. Einfach um mal zu erleben, was mit der Crew passiert wenn das Boot mal eine Zeit lang in der Flaute liegt.

Starten werden wir in Pula, die Marina Veruda kennen wir bereits gut. Dann in m├Âglichst langen Tagesetappen so weit wie m├Âglich nach S├╝den, Ankern in Buchten, Marinas werden nur wenn notwendig angelaufen.

Etappenziele k├Ânnten Murter, Split oder Bra─Ź sein. Dann geht es zur├╝ck nach Zadar, dort ist dann Gelegenheit f├╝r einen (Teil-) Crewwechsel. Fl├╝ge nach Zadar gibt es bereits ab 80,- Euro.

Tag 2

Foto: christinapaetzold

Da wir am Samstag unsere SY Sonelinno nicht wie geplant gegen Mittag ├╝bernehmen konnten, starten wir am Samstag um 0600 in Richtung S├╝den. Vor uns liegen unbekannte Meilen da wir einfach so weit kommen wollen wie m├Âglich. Mit einer 2h Wache segeln wir bei SW Wind mit 5kn die ganze Nacht hindurch. Bei Sonnenaufgang erreichen wir Premuda.

Nach einem Fr├╝hst├╝ck auf See gehts m├╝de aber mit guter Laune machen wir weiter Strecke. Am Abend finden wir eine kleine Bucht auf der Insel Murter.

Skipper Peter (der Name verr├Ąt nichts ├╝ber seine italenische Abstammung) , verzaubert die Gaumen der Crew mit Spaghetti a la olio.

Es waren dann in 34h auf See 123,4 Seemeilen.

Tag 3

Nochmal ein guter Tag zum Segeln. Bei 3bft müssen wir jedoch ein bisschen den Motor laufen lassen, da die vielen Verbraucher an Bord unsere Batterie auf 11,3V entladen haben. Tagesziel ist eine Ankerbucht irgendwo südlich Šibenic.

Knapp 20sm unter Segel, Wind aus SW zwischen 5 und 9kn.

Tag 4

Ein wunderbarer Segeltag mit Windst├Ąrken bis 5bft brachte uns vom Ankerplatz zu einem besonderen Platz auf See.

Vor kurzem ist ein guter Freund und Segler verstorben, der an diesem Platz seine letzte Ruhe gefunden hat. Wir besuchen ihn mit einem Glas Rum und einer Minute des Gedenkens.

Mit achterlichem Wind und bis zu 1,5m Welle von achtern laufen wir mit 5kn unser heutiges Ziel an, Šibenic. Dort wollen wir bis Freitag bleiben und abwettern. Eine gute Gelegenheit mal wieder zu duschen, ein bisschen zu laufen, essen gehen usw. Dinge die man auf See ein bisschen zu kurz kommen.

Tag 7

┼áibenic war unsere Wahl zum abwettern der m├Ąssigen Bora. War ein gute Wahl, mal wieder bissi zu wandern, viele Festungen sind ein Merkmal dieser Hafenstadt.

Am Freitag ging es dann ziemlich früh Richtung Šukošan, eine riesige Charterbasis südlich Zadar. Dort heuern Jutta und Gerald ab und Sonja, Andrea und Jürgen schiffen ein.

Den Nachmittag wollten wir aber nicht mehr in der Marina verbringen und sind ein bisschen Ri Norden gesegelt und eine Stunde motort. Gelegenheit mal wieder die Schleppangel zu ziehen. Leider wollte keiner meinen leckeren K├Âder.

Jetzt liegen wir vor Anker an der Insel Vir und geniessen das (noch) sanfte schaukeln unserer Sonelinno.

Tag 9

Eine wundersch├Âne Ankerbucht an der S├╝dspitze von Mali Losinji war heute unser Tagesziel. Idyllisch gelegen mit einer kleinen Grotte und knapp 20 Bojen zum festmachen. Ein kleiner Pfad f├╝hrt uns zum Abendessen in die Konoba Balvanida. Bei Fisch, Fleisch und Wein lassen wir den Tag ausklingen.

Beim R├╝cktransport zum Boot hat sich Skipper Peter mit dem Dinki m├Ąchtig ins Zeug gelegt um alle Segler wieder an Bord zu bringen …

Tag 11

Foto: christinapaetzold

Nachdem wir gestern Abend in Rab eingelaufen sind, haben wir den Vormittag um die Stadt zu erkunden und noch kleine Eink├Ąufe zu erledigen … Einhorn ├ť-Eier …

Unser heutiger Schlag bringt uns nach Krk, evtl Punat oder wieder eine Ankerbucht. Leider schl├Ąft gegen 1400 der Wind ein und wir m├╝ssen mal wieder die Maschine bem├╝hen.

An Bord ist grad Ruhe eingekehrt einige schlafen und der Autopilot sorgt bei 5 kn Fahrt f├╝r stabilen Kurs.

Tag 13

Nach einer Nacht vor Anker in der Bucht von Punat incl Meteoritenschauer ging es dann schlappe 50 Seemeilen in einem Ritt von 11h um die Nordspitze der Insel Cres, Rijeka in Sichtweite, weiter bis zur ACI Marina in Cres. Eine knappe Stunde mussten wir unter Motor laufen um noch bei Tageslicht anzukommen. Die letzten Seemeilen k├Ąmpften wir mit unserer Sonelinno hart am Wind bei 5 bft und bis zu 2m hohen Wellen.

Heute Vormittag Siteseeing Cres um dann am Nachmittag einen kleinen Schlag in Richtung Heimathafen zu segeln.

Tag 14

F├╝r unsere letzte Nacht auf See war diese h├╝bsche Bucht mit Fischerdorf genau die richtige Wahl. Gerade einmal 11sm mit halbem Wind ein sch├Âner kurzer Schlag f├╝r einen Nachmittag.

Peter hat uns am Abend mit Paella bekocht und es blieb viel Zeit um die letzten zwei Wochen zu reflektieren. Viele tolle Eindr├╝cke und Erfahrungen menschlich, tierisch wie auch technisch ­čśë werden uns in Erinnerung bleiben.

Nach einem nahezu windstillen Tag heute, liegt unsere Sonelinno nun wieder sicher vert├Ąut am Steg 13 in Pula.

Nach zwei Wochen und 409 Seemeilen in kroatischen Gew├Ąssern  schlie├če ich diesen Blog. Danke f├╝rs lesen. Bleibt dran, denn in zwei Wochen werdet ihr hier von den Ostsee-Seeb├Ąren h├Âren.

Ansegeln f├╝r Seeb├Ąren 2019

Kein Urlaubst├Ârn, aber daf├╝r Segelspass pur. Vom 6.-8.April, 190sm in 3 Tagen, von Breege auf R├╝gen nach Flensburg. Eine ganze Flotte ├╝berf├╝hren, 12h Segelspass jeden Tag unter Freunden und das alles zum Selbstkostenpreis. Das verspricht der Organisator Michael.
Mit Peter und Sonja wage ich dieses Abenteuer zum ersten Mal. Wir sind gespannt und freuen uns drauf, viele tolle Leute kennenzulernen und ganz wichtige Erfahrungen zu sammeln.

Tag 1

Ein sonniger Morgen in Breege, auf R├╝gen. Boot entern, eine Hunter 32, proviantieren und dann mit achterlichem Wind aus dem Breeger Bodden Richtung Gedser.

Tag 2

Heutige Etappe von Gedser nach Bagenkop auf Langeland. Leider unter Maschine da der Wind ne Pause macht. Auch die Race-Etappe wurde abgesagt. Morgen erwarten wir wieder bessere Windverh├Ąltnisse. Also Sonne tanken und nichts tun ­čśë

Nach 48sm waren wir heute recht fr├╝h in Bagenkop. Ein leckeres Essen und gute Gespr├Ąche pr├Ągen den Abend ÔÇŽ und die wunderbare Stimmung im Hafen.

Tag 3

Die Heutige Etappe bringt uns nach Gl├╝cksburg. 40sm, davon 27sm als Regatta angesagt. Also nochmal h├Âgschte Konzentration liebe Segler ­čśë

Halber Wind von 14 auf 11kn nachlassend, Sonnenschein und blauer Himmel, so machen wir zwischen 8,5 und 6kn Fahrt. Ankunft ist gegen 15:30 Uhr erwartet.

Tag 4

Nach der Abschlussparty ist vor dem T├Ârn.

Die Crew der Chants, Gerald, Sonja, Peter, Mario verabschieden sich von diesem Blog aus Flensburg. Nach 156sm k├Ânnen wir einen beachtlichen 15.Platz in der Gesamtwertung von 38 Booten von 30-51 Fuss, f├╝r uns verbuchen.

T├Ârn Kroatien 2018

Es ist Ende September und endlich ist wieder Zeit zum Segeln. Eine Sun Odyssey 45, auf den klangvollen Namen „La Luna“ getauft, wird f├╝r die n├Ąchsten 6 Tage unser Zuhause sein.

Heimathafen ist die Marina Veruda, im Süden von Pula, eine der Charterbasen von Pitter Yachting. In diesem Jahr wollen wir uns weiter vom bekannten zum unbekannten Revier voran tasten. Die Idee ist, zuerst Mali Lošinj anzulaufen und von dort weiter in die Kvarner Bucht Richtung Krk und Cres. Doch wie so oft kommt es immer anders als man denkt.

Die Wettervorhersagen versprachen f├╝r die n├Ąchsten Tage aufkommende Bora mittlerer St├Ąrke, ein nicht zu untersch├Ątzender Fallwind, der besonders in diesem Revier f├╝r ‚unruhige N├Ąchte‘ sorgen kann. Wir behielten trotzdem unseren Plan bei und steuerten Mali Lo┼íinj an, warum auch nicht?

Foto: christinapaetzold

Am n├Ąchsten Morgen war nach einem leckeren Fr├╝hst├╝ck die Wetterentwicklung und seine Auswirkung auf unseren T├Ârnverlauf das Thema Nummer eins in der Crewbesprechung. Einstimmig entschieden wir uns gegen den Ritt durch die Kvarner Bucht und nahmen Kurs in Richtung NW, Istrien war unser neues Ziel.

Foto: christinapaetzold

Nach einer Nacht in Pula, kreuzten wir am n├Ąchsten Tag bis Rovinj, das wir kurz nach Sonnenuntergang erreichten. Da sich die ACI Marina im Bau befand, konnten wir nur im Stadthafen festmachen.

Bei stetigem Wind aus Nord f├╝hrte uns unsere Route weiter gegenan bis nach Funtana. Eine mittlere und sehr gut gef├╝hrte Marina s├╝dlich Pore─Ź. Die Bucht in der sich das kleine K├╝stendorf samt der Marina versteckt, l├Ądt zum ankern und baden ein.

In einem letzten langen Schlag bracht uns und unsere „La Luna“ der Wind wieder zur├╝ck nach Pula. In der Bucht von Brijuni begleiteten uns einige Delfine, immer wieder ein tolles Erlebnis.

Foto: christinapaetzold

Es ist immer wieder erstaunlich wie schnell eine Woche auf See vergeht, und doch ist der Erholungsfaktor f├╝r uns enorm. Um nichts auf der Welt m├Âchte ich das eintauschen.

Rund Elba 2017

Zum Saisonstart im April mal ein neues Revier? Warum nicht. Mit unserem erfahrenen und revierkundigen Skipper Walther f├╝r eine Woche mit einer Bavaria 40 rund Elba.

Charterbasis ist Punta Ala, auf dem italienischen Festland keine 12 Seemeilen von der Insel entfernt. Wir runden Elbe auf Grund der vorherrschenden Winde aus NW gen S├╝den. Porto Azzurro und die Ankerbucht bei Fetovaia sind unsere ersten Ziele. In dieser Bucht allein zu sein ist eher die Ausnahme, in der Hauptsaison liegen hier die Yachten dicht an dicht.

Der n├Ąchste Schlag bringt uns westlich um Elba auf die Nordseite, nach Portoferraio. Elba ist doch sehr klein und auf dem Wasserweg in zwei Tagen zu umrunden. Da nun der Wind aus s├╝dlicher Richtung weht, beschlie├čen wir die Insel Capraia zu besuchen, ein gem├╝tlicher Tagest├Ârn auch bei wenig Wind.

Welch schnuckeliges Inselchen, aber einen Besuch wert, wenn man bereit ist, die vergleichsweise (zu Elba) hohen Liegegeb├╝hren zu zahlen.

Tags darauf geht’s auf einer Kreuz zur├╝ck nach Elba, hier in die Marina Marciana, wo wir einen gesch├╝tzten Liegeplatz erwarten, da die Wettervorhersage auflebenden Wind f├╝r die Nacht und den n├Ąchsten Tag angek├╝ndigt hat.

Perfektes Timing k├Ânnte man meinen, aber in dem Falle haben wir einfach auch ein bisschen Gl├╝ck mit dem Wetter. Eine frischer Wind bringt uns am letzten Chartertag mit Rumpfgeschwindigkeit (das ist die maximale Geschwindigkeit die ein Boot auf Grund seiner Bauart laufen kann) in unsere Heimatbasis Punta Ala zur├╝ck.

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