Tag 9 – Salivoli

Die letzten 25 Seemeilen bis Salivoli liegen vor uns. Da wir aber erst am n├Ąchsten Morgen unsere „Surprise“ ├╝bergeben, bleibt noch Zeit f├╝r einen kurzen Badestopp am Capo della Vita. Eine h├╝bsche kleine Surfer-Bucht an der n├Ârdlichsten Spitze Elbas.

Nach fast 300 Seemeilen rund Elba, Korsika einmal l├Ąngs und Sardinien sanft touchiert machen wir am Abend im Heimathafen der „Surprise“ fest. Peter zaubert uns mit seiner ber├╝hmten „Peter-Pide“ ein schmackhaftes Abendessen. Und dann geht’s auch schon ans packen, denn am n├Ąchsten Morgen wollen wir um zehn von Bord sein und den m├╝hsamen Heimweg antreten.

Tag 8+9 – Marciana

Ungef├Ąhr 45 Seemeilen bis Marciana. Bei dieser Wettervorhersage nicht die schlechteste Idee Fr├╝h los fahren, hei├čt Fr├╝h ankommen um das Hafenman├Âver nicht bei zu starkem Wind fahren zu m├╝ssen. Die Marina Marciana ist bekannt f├╝r ihre starken Fallwinde wenn’s von S├╝den bl├Ą├čt … und das tut es schon den ganzen Tag. Und es soll auch am n├Ąchsten Tag noch so bleiben. Da liegen wir hier noch am besten.

Bleibt Zeit f├╝r einen Ausflug ins Hinterland zum ├Ąltesten Ort der Insel, dem Bergdorf Marciana Alta. Bereits 35 vor Christus siedelten hier die R├Âmer.

Am Abend gehen wir nochmal schick italienisch Essen. Direkt am Marktplatz ergattern wir einen der wenigen freien Tische, denn bereits heute sind die ersten Charter Crews mit ihren Yachten vom Festland nach Elba gekommen und beleben die Innenstadt.

Den Liegetag nutzen wir f├╝r Spazierg├Ąnge, Chillen … und keine Ahnung was noch alles … viel wars nicht ­čśë

Tag 7 – Camporolo

Heute beginnt der Tag sehr fr├╝h f├╝r uns. Ohne ein bestimmtes Ziel wollen wir soweit n├Ârdlich wie m├Âglich an der K├╝ste Korsikas kommen. Die Mutigsten schwimmen noch im Dunkeln einmal ums Boot, in der Hoffnung das die gro├čen Fische noch schlafen. F├╝r den Tag ist kr├Ąftiger Wind aus s├╝dlichen Richtungen vorhergesagt, und tats├Ąchlich schafft unsere Dufour 425 stattliche 66 Seemeilen, allerdings schaffen wir es nicht mehr bei Tageslicht in den Hafen von Camporolo. Beim Anlegeman├Âver springen Fische zur Begr├╝├čung auf den Steg und einem anderen Skipper sogar direkt ins Gesicht. Der war so ├╝berrascht von diesem „Angriff“, das er sein Man├Âver abbrechen musste.

Die sp├Ąte Stunde und das geplante fr├╝he Aufstehen am n├Ąchsten Tag, halten uns aber nicht davon ab, den Tag mit einer Flasche Wein ausklingen zu lassen.

Tag 6 – La Maddalena

Unser Vorhaben die Stra├če von Bonifacio zu befahren und den gleichnamigen Hafen anzulaufen, m├╝ssen wir auf ein anderes Mal verschieben, da am darauffolgenden Tag recht kr├Ąftiger Ostwind angesagt ist. W├╝rde bedeuten durch diese D├╝se kreuzen zu m├╝ssen … das lassen wir lieber und entscheiden uns f├╝r eine kleine Ankerbucht mitten im Maddalena Archipel.

Also keine 30 Seemeilen vor uns, bleibt nach dem einfahren des Ankers noch Zeit zum Schnorcheln und zumindest mal den Fu├č auf Sardisches Festland setzen. Neben uns liegen noch zwei weitere Yachten an diesem traumhaften Platz.

Tag 4+5 – Porto Vecchio

Auch wenn heute gut 80 Seemeilen bis Porto Vecchio vor uns liegen, gibt es keinen Grund zu eilen, wir haben den ganzen Tag und auch die ganze Nacht Zeit daf├╝r. Die ersten Meilen bis kurz vor Monte Christo schiebt uns der Diesel, dann aber lebt der Wind auf und wir kommen fast zu schnell voran. Da keiner von uns die Fahrrinne am Zielhafen kennt, wollen wir vermeiden im Dunkeln dort einzulaufen. Nach unseren Berechnungen m├╝sste es aber gerade eben zum Tagesanbruch passen. Nat├╝rlich waren wir dann doch vor Sonnenaufgang am Ziel, also Segel wegnehmen und au├čerhalb der Fahrrinne auf Tageslicht warten.

Die Crew ist von der Nacht noch ein bisschen platt, nicht jeder mag diese Nachtwachen. Also gibt’s ein kleines Fr├╝hst├╝ck nach dem Festmachen und dann noch eine M├╝tze Schlaf.

Am Nachmittag ist Zeit f├╝r Erkundungen in Porto Vecchio und Proviant bunkern. Unseren ersten Abend auf Korsika genie├čen wir gemeinsam in einem kleinen Restaurant mit Blick zum Yachthafen und lauschen dabei den Stra├čenmusikern.

Tag 3 – Fetovaia

Wir erwarten erst morgen g├╝nstigen Wind f├╝r die ├ťberfahrt nach Sardinien, aber heute passt es einfach noch nicht. Zeit f├╝r unsere erste Nacht vor Anker an Elba’s S├╝dk├╝ste. Nat├╝rlich sind wir nicht alleine in der Bucht von Fetovaia, und doch ist es immer wieder nett anzusehen wie die Besatzungen der ankernden Yachten Neuank├Âmmlinge begr├╝ssen. Die einen winken und freuen sich ├╝ber neue Nachbarn, w├Ąhrend andere aufgeregt an Deck herumh├╝pfen aus Angst um ihre Ankerkette.

Auch wenn es bis in die sp├Ąten Abendstunden st├Ąrker und s├╝dlicher als erwartet in die Ankerbucht bl├Ąst, beruhigt sich die See dann doch am Abend und wir haben eine ruhige Nacht und eine fantastischen Sonnenaufgang am n├Ąchsten Morgen

Tag 2 – Porto Azzuro

Der erste Schlag f├╝hrt uns 25 sm gegenan nach Porto Azzuro. Perfekt zum kennenlernen der Segeleigenschaften unserer Yacht. L├Ąuft gut ­čśë sodass am Abend noch Zeit f├╝r einen Spaziergang rund um die Festung bleibt.

Tag 1 – Salivoli

Auch die Anreise ist diesmal anders. Wir starten nicht fr├╝h am Morgen sondern am Vorabend, ca. 800 Anreise-km liegen vor uns. In den fr├╝hen Morgenstunden, ungef├Ąhr die H├Ąlfte der Strecke ist geschafft, g├Ânnen wir uns ein kleines Nickerchen im Auto. Ein leckeres italienisches Fr├╝hst├╝ck bei Piacenza gibt uns Energie f├╝r den Rest der Strecke. Gegen Mittag erreichen wir Salivoli, fit und ausgeruht.

Vor Ort gehts dann gleich zum Charterb├╝ro, in der Hoffnung das wir unsere Yacht etwas eher ├╝bernehmen k├Ânnen. Gl├╝cklicherweise ist Guido am Telefon erreichbar und noch ehe die gesamte Crew vor Ort ist, k├Ânnen wir mit der ├ťbernahme beginnen.

Kleinere Problemchen am Boot verhindern jedoch ein Auslaufen noch am selben Tag, also machen wir uns einen gem├╝tlichen Abend an Bord und nach einem gr├╝ndlichen Wetterstudium besprechen wir die n├Ąchsten Tage.

Vor dem T├Ârn II

Eines ist aber anders. Corona. Noch nie war eine T├Ârnplanung so von Formularen und Regelungen und Unsicherheiten gepr├Ągt wie in diesem Jahr.

Wann darf ich mit welchen Voraussetzungen wohin reisen und wie komme ich zur├╝ck? Formulare, Best├Ątigungen, Erkl├Ąrungen … und das in einem freien Europa ­čÖł­čÖë­čÖŐ

Vor dem T├Ârn

Eine der spannendsten Dinge vor dem T├Ârn ist Karten- und Revierstudium. Hierbei sind ein guter Revierf├╝hrer sowie eine digitale Seekarte hilfreich.

Unsere Yacht „Surprise“ hat einen Axiom7 Plotter an Bord, somit sollten alle daheim vorbereiteten Wegpunkte leicht zu ├╝bertragen sein. Mein Rugged Tablet habe ich nat├╝rlich trotzdem dabei.

Eine m├Âgliche Route f├╝r 10 Tage seht ihr hier. Allerdings scheinen 300sm f├╝r einen Urlaubst├Ârn recht viel, wir werden sehen wohin und wieweit uns der Wind tats├Ąchlich tr├Ągt.